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Was schenken Paten und Großeltern zur Einschulung? — Richtwerte, Geld und bleibende Geschenke

Geschenke zur Einschulung — Silberlineal auf einem Schulheft, daneben ein Umschlag als Geldgeschenk und eine Schultüte

Die Einladung zur Einschulungsfeier liegt auf dem Tisch, und mit ihr die Frage, die sich Paten und Großeltern jedes Jahr im August neu stellen: Was schenkt man einem Kind, das gerade in die Schule kommt — und wie viel Geld ist eigentlich angemessen?

Die kurze Antwort vorweg: Als Pate oder Großelternteil gelten 50 bis 100 Euro als üblich, bei Tanten, Onkeln und engen Freunden sind es eher 20 bis 50 Euro, bei entfernteren Verwandten und Nachbarn 10 bis 30 Euro. Das sind Orientierungswerte, keine Regeln — und sie beantworten nur die halbe Frage. Denn die zweite lautet: Soll es überhaupt Geld sein?

In diesem Ratgeber findest du Richtwerte nach Beziehung, eine ehrliche Gegenüberstellung von Geldgeschenk und Sachgeschenk und eine Antwort auf die Frage, die Eltern nach dem ersten Schuljahr am häufigsten stellen: Was von all dem ist eigentlich noch da?

Wie viel Geld schenkt man zur Einschulung?

Anders als bei Taufe oder Konfirmation gibt es zur Einschulung keine gewachsene Tradition, an der man sich festhalten könnte. Die Feier ist ein vergleichsweise junges Fest, und entsprechend unterschiedlich fallen die Beträge aus. Diese Werte haben sich als Orientierung eingebürgert:

Richtwerte nach Beziehung zum Kind

✦ Paten und Großeltern: 50–100 €
✦ Tanten, Onkel, enge Freunde der Familie: 20–50 €
✦ Entferntere Verwandte, Nachbarn, Kollegen: 10–30 €
✦ Eltern: kein Richtwert — sie tragen ohnehin Ranzen und Ausstattung

Drei Dinge verschieben diese Spanne nach oben oder unten: die eigene finanzielle Lage, die Region — im Süden wird traditionell etwas großzügiger geschenkt als im Norden — und die Frage, ob mehrere Kinder in der Familie nacheinander eingeschult werden. Wer beim ersten Enkel 100 Euro schenkt, legt damit unausgesprochen die Messlatte für die nächsten fest.

Wichtiger als der genaue Betrag ist die Verhältnismäßigkeit innerhalb der Familie. Wenn die Patentante 80 Euro schenkt und die Großeltern 30, entsteht eine Schieflage, die Kinder durchaus bemerken. Eine kurze Absprache unter den Erwachsenen erspart das.

Was schenken Großeltern zur Einschulung?

Großeltern haben bei der Einschulung eine besondere Position: Sie schenken nicht das Nötige, sondern das Bleibende. Ranzen, Sportbeutel, Federmäppchen und Schulbedarf sind Sache der Eltern und längst gekauft, bevor die Feier stattfindet. Was übrig bleibt, ist der Raum für ein Geschenk, das nicht auf einer Liste steht.

In der Praxis teilen sich Großeltern-Geschenke in drei Gruppen: Geld für das Sparbuch, etwas für den Schulweg oder Schreibtisch — und das persönliche Stück, das später an diesen Tag erinnert. Die dritte Gruppe ist die kleinste und zugleich die, an die sich Kinder Jahrzehnte später erinnern.

Wer schon zur Taufe ein Silbergeschenk gemacht hat, kennt die Überlegung. Damals ging es um das erste Silber im Leben des Kindes. Jetzt geht es um das erste, das es selbst in die Hand nimmt.

Was schenkt man als Pate oder Patentante?

Paten stehen vor demselben Freiraum wie Großeltern, oft mit einem zusätzlichen Anspruch an sich selbst: Das Patenkind soll merken, dass diese Beziehung eine besondere ist. Ein Umschlag mit Geld erfüllt das selten — er ist am selben Abend im Sparschwein und danach vergessen.

Bewährt hat sich die Kombination: ein kleinerer Geldbetrag für das Sparbuch, dazu ein Gegenstand, der bleibt und den Namen des Kindes trägt. Das Geld erfüllt die Erwartung, das Stück schafft die Erinnerung.

Wichtig dabei ist die Wahl des Gegenstands. Er sollte kein Kindermotiv tragen. Ein Teddybär oder ein Sternenmuster ist zur Geburt und zur Taufe genau richtig — für ein Kind, das gerade in die Schule kommt, wirkt es zurückgestuft. Motivlose Stücke haben diesen Nachteil nicht: Sie wachsen mit und sehen mit sechzehn genauso richtig aus wie mit sechs. Passende Stücke stehen in unseren Patengeschenken.

Geld oder Sachgeschenk — eine ehrliche Gegenüberstellung

Beides hat seine Berechtigung, und beides hat eine Schwäche, über die selten gesprochen wird.

Für das Geldgeschenk spricht die Freiheit: Die Eltern entscheiden, wofür es verwendet wird, und niemand schenkt am Bedarf vorbei. Es lässt sich unauffällig an die eigene Lage anpassen und kommt nie doppelt vor. Seine Schwäche: Es hinterlässt keine Spur. Kein Kind erinnert sich an den Umschlag von der Einschulung.

Für das Sachgeschenk spricht genau das Gegenteil. Ein Gegenstand ist an diesem Tag physisch anwesend, wird ausgepackt, angefasst, herumgezeigt. Er kann Jahrzehnte bleiben. Seine Schwäche: Er kann danebengehen. Was das Kind nicht mag oder schon hat, verschwindet im Schrank.

Die Auflösung liegt selten in der Entscheidung für eine Seite, sondern in der Frage, wer schenkt. Wer eine enge Beziehung zum Kind hat — Paten, Großeltern — kann den Griff daneben eher riskieren und sollte ihn riskieren, weil das Bleibende gerade von ihnen erwartet wird. Wer das Kind kaum kennt, fährt mit einem Umschlag besser.

Geschenke, die nach dem ersten Schuljahr noch da sind

Der einfachste Test für ein Einschulungsgeschenk ist eine Frage: Wo ist es in drei Jahren? Bei den meisten Geschenken lautet die ehrliche Antwort — weg, kaputt oder vergessen. Es gibt aber Kategorien, bei denen das anders ausfällt.

Etwas für den Schreibtisch. Ein Werkzeug, das täglich benutzt wird und nicht kaputtgeht, begleitet ein Kind durch die ganze Schulzeit. Ein Lineal aus massivem Silber etwa ist für ein Erstklässlerkind zunächst vor allem etwas Besonderes — und wird mit den Jahren zu dem Gegenstand, den es selbstverständlich benutzt. Anders als Kunststoff verbiegt es sich nicht, und die geätzte Skala bleibt lesbar.

Ein eigener Platz am Familientisch. Zur Einschulung ändert sich für ein Kind mehr als der Tagesablauf: Es gehört ab jetzt zu den Großen. Ein eigener Serviettenring macht das jeden Abend sichtbar — vorausgesetzt, er trägt kein Kindermotiv.

Das erste Schulfoto. Es entsteht in jeder Familie und hängt in den meisten ein halbes Jahr am Kühlschrank. In einem Rahmen aus Silber bekommt es einen Platz, den es behält — und wenn das Bild nach ein paar Jahren nicht mehr aktuell ist, kommt das nächste hinein.

Allen drei Gruppen ist eines gemeinsam: Sie sind keine Dekoration, sondern Gegenstände mit Funktion. Genau das unterscheidet sie von den Geschenken, die im Schrank landen.

Warum ausgerechnet Silber

Silber hat bei Kindergeschenken eine lange Tradition, die mit dem Tauflöffel beginnt. Der praktische Grund dahinter ist banal und trotzdem entscheidend: Es geht nicht kaputt. Ein Gegenstand aus massivem Sterlingsilber überdauert jeden Umzug, jeden Schulwechsel und in aller Regel auch den Schenkenden.

Dazu kommt ein zweiter Punkt, der oft übersehen wird: Silber altert sichtbar. Es bekommt eine feine Gebrauchspatina, wird an den Stellen heller, die täglich angefasst werden. Ein Lineal, das zehn Jahre benutzt wurde, sieht man das an — und genau das macht aus einem Gegenstand ein Erinnerungsstück. Wie Kindersilber gepflegt wird, steht in unserem Pflege-Ratgeber.

Personalisieren: Gravur und SilberVerse-Karte

Ein Geschenk mit dem Namen des Kindes ist kein Geschenk mehr, das man weitergeben könnte — und das ist der Punkt. Eine Gravur mit dem Namen, dem Datum des ersten Schultags oder beidem verwandelt einen Gegenstand in ein Dokument.

Gravuren führen wir auf Anfrage aus. Sprich uns vor der Bestellung an, dann klären wir gemeinsam, was auf die jeweilige Fläche passt — bei einem Lineal ist die Rückseite großzügig, bei einem Serviettenring die glatte Mitte.

Auf Wunsch legen wir zusätzlich eine persönliche SilberVerse-Karte im Fotoformat bei: individuell gestaltet, passend zum Anlass und aktuell kostenlos, auch ohne Gravur bestellbar. Sie beantwortet die Frage, die bei einem Sachgeschenk immer mitschwingt — was schreibe ich dazu?

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Häufige Fragen zu Geschenken und Geld zur Einschulung

Wie viel Geld schenkt man als Pate zur Einschulung?

Als Orientierung gelten 50 bis 100 Euro. Viele Paten teilen den Betrag: ein Teil als Geld fürs Sparbuch, der andere als Gegenstand, der bleibt. Verbindlich ist keiner dieser Werte — entscheidend sind die eigene Situation und die Absprache innerhalb der Familie.

Was schenken Großeltern zur Einschulung?

Meistens eine Kombination aus Geld und einem persönlichen Stück. Ranzen und Schulbedarf sind von den Eltern abgedeckt; für Großeltern bleibt der Raum für das Geschenk, das nicht auf der Liste steht und nach der Schulzeit noch da ist.

Ist Silber nicht zu empfindlich für ein Schulkind?

Sterling Silber ist weich und bekommt mit der Zeit feine Gebrauchsspuren — kaputt geht es dabei nicht. Ein weiches Silberputztuch stellt den Glanz jederzeit wieder her. Für ein Kind ist ein Gegenstand, der Spuren annimmt, oft interessanter als einer, der neu bleiben muss.

Wann schenkt man zur Einschulung — vor oder nach der Feier?

Üblicherweise am Tag der Einschulungsfeier selbst, oft im Anschluss an den Schulgottesdienst oder die Feier in der Schule. Wer nicht dabei sein kann, schickt das Geschenk so, dass es am Vortag ankommt.

Was schenkt man, wenn man das Kind kaum kennt?

Einen Umschlag mit 10 bis 30 Euro oder ein Buch. Ein persönliches Stück auszusuchen, ohne das Kind zu kennen, geht häufiger schief als gut.

Ab wann sollte man bestellen?

Ein Teil unserer Stücke wird auftragsbezogen gefertigt. Wenn das Geschenk zu einem festen Termin da sein soll, frag bitte vorab nach der Lieferzeit — besonders zwischen August und September, wenn die Einschulungen in den Bundesländern gestaffelt stattfinden.

Was, wenn das Kind später eingeschult wird als andere?

Die Einschulungstermine unterscheiden sich je nach Bundesland um mehrere Wochen: In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beginnt die Schule Mitte August, in Bayern und Baden-Württemberg erst Mitte September. Für das Geschenk spielt das keine Rolle — für die Bestellung schon.