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Sekret 9 — Der Mensch: Lebenslange Treue als Qualitäts-Garant

Sekret 9 — Der Mensch: Lebenslange Treue als Qualitäts-Garant - Premium Geschenkideen

Im siebten Sekret hast du gesehen, wie das Werk vor dem Aussterben gerettet wurde — und warum mehr als die Hälfte der Belegschaft ihr ganzes Berufsleben hier verbringt. Heute machen wir es konkret: Wir stellen dir einige dieser Menschen vor. Nicht alle. Aber genug, damit du eine Vorstellung bekommst, wer hinter der Marke „SevChern" wirklich steckt.

Sergey Prokshin — 45 Jahre, ein Werk

Sergey Sovetovich Prokshin kam 1978 zum Werk. Direkt nach der Armee. „Mein Lebens-Credo war: Nach der Armee musste ich arbeiten gehen, weiterleben." Die Tante, die schon im Werk arbeitete, brachte ihn zur Personalabteilung. „In jenen Zeiten war es sehr schwer, bei Severnaya Chern reinzukommen", sagt er.

Er wurde Lehrling und arbeitete als Polierer von Kunststücken — er machte sie blank und glänzend. „Mir hat die Arbeit gefallen, und es ging mir vom ersten Tag an leicht von der Hand." Vom dritten Grad zum vierten zum fünften. Brigadier der Jugendbrigade. Erster Platz im Berufswettbewerb „Bester seines Berufs" — als Auszeichnung bekam er einen silbernen Ring aus dem eigenen Werk.

Aus dem Polierer wurde ein Wartungsingenieur. Dann ein leitender Ingenieur-Technologe. Dann ein leitender Spezialist für Qualität. Heute, 45 Jahre nach seinem ersten Tag, sagt er: „Ich habe der Severnaya Chern 45 Jahre meines Lebens gegeben. Dank guter Vorgesetzter, dank engagierten Trudovoy-Kollektiv, dank wirklich interessanter Arbeit — und schöner Frauen." Im Werk, das er kennt, sind im Lauf der Jahre viele Familien entstanden. Die meisten halten.

Alexander Legostaev — 40 Jahre Monteur

Alexander Legostaev kam als Lehrling Juwelier-Monteur ins Werk und verliebte sich in seine Arbeit. Seine Aufgabe: Aus den Einzelteilen, die andere Werkstätten gefertigt haben, ein Ganzes zusammenfügen. Mit Lötung. Eine ruhige Hand, ein scharfes Auge.

40 Jahre macht er das jetzt. Auf die Frage, was ihm gefällt: „Die Arbeit hier ist sehr interessant, vielfältig — wir haben ein riesiges Sortiment, ständig im Lauf des Tages andere Aufgaben. Das ermüdet nicht. Obwohl Verantwortung, Sitzfleisch und Sorgfalt nötig sind." Er war nicht nur an der Werkbank — er spielte in der werkseigenen Volleyball-Mannschaft, half bei Subbotniks (freiwilligen Werks-Aktionen), beteiligte sich am gesellschaftlichen Leben der Manufaktur.

„Wir besprechen alle Probleme zusammen, lösen sie zusammen, helfen einander", sagt er. „Niemand verweigert dem anderen Hilfe."

Denis Kholopov — er setzt die Punze

Wenn ein SevChern-Stück das Werk verlässt, trägt es mehrere kleine, eingeschlagene Markierungen — die Punzen (russisch Kleyma). Diese Stempel verraten dir drei Dinge auf einen Blick:

  • Das Jahr der Herstellung
  • Die Probe — also den Silbergehalt (925 bei SevChern)
  • Die Herkunft — die Markierung, dass es in Veliki Ustjug gefertigt wurde

Die Person, die diese Punzen schlägt, ist Denis Kholopov. Mehr als 10 Jahre macht er das. „Jedes Stück geht durch meine Hände. Jedes einzelne Stück landet bei mir, ich arbeite damit. Das gefällt mir sehr stark."

Was du also auf jedem SevChern-Stück siehst — diese kleinen drei oder vier Buchstaben/Zahlen-Stempel — sind nicht maschinell aufgesetzt. Sie sind einer Person zuzurechnen. Eine Person, die jedes einzelne Stück in der Hand hatte, bevor es das Werk verließ.

Aljona Yatsenko — die jüngere Generation

Die SevChern-Treue beginnt nicht erst mit 40 Jahren. Sie beginnt am ersten Tag. Aljona Yatsenko ist seit vier Monaten im Werk. Ihre Aufgabe: Designerin und Fotografin. Sie macht die Produktbilder, die du in den Sozialen Netzwerken und Werks-Broschüren siehst — und die manchmal auf unseren Shop landen.

„Mir gefällt die Arbeit sehr. Sie ist kreativ, ich denke ständig: Was kann ich Neues für ein Foto erfinden? Ich gehe jeden Morgen mit angenehmen Gefühlen zur Arbeit. Plane vorher, was die nächste Aufnahme werden könnte. Und meistens werden's ganz brauchbare Fotos." Solche Junge bringen frische Augen ins Werk — sie zeigen die alten Stücke neu. Manchmal sehen die Meister das eigene Werk plötzlich noch einmal anders, weil eine 25-Jährige es so fotografiert, dass es wie zum ersten Mal aussieht.

Was das mit SevChern als Marke zu tun hat

Es gibt einen Effekt, den Werke nicht erkaufen können: institutionelles Wissen. Nichts macht ein Werk so stabil und so qualitätssicher wie Menschen, die jahrzehntelang dort arbeiten. Sie kennen jede Eigenheit des Materials, jede Schwäche der Maschinen, jede Stärke der Kollegen. Sie wissen, was zu tun ist, wenn etwas nicht so läuft wie sonst — weil sie es schon zwanzig Mal erlebt haben.

Bei SevChern ist die Belegschafts-Stabilität kein PR-Thema, sondern ein Fakt: Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter hat ihr ganzes Berufsleben hier verbracht. Das ist nicht häufig. In den meisten Werken Russlands wechseln Mitarbeiter in zwei, drei, fünf Jahren weiter. Hier bleiben sie.

Was das für die Fehlerquote bedeutet, kann man sich vorstellen. Was es für die Handschrift bedeutet, hast du schon im dritten Sekret gelesen: Jeder Meister hat seine eigene Linienführung. Eine Werkstatt, die ihre Meister behält, hat Identität. Sie ist nicht austauschbar.

Was du fühlst, wenn du das weißt

Wenn du beim nächsten Mal ein SevChern-Stück mit Niello betrachtest, denk an die Punze. Drei kleine Buchstaben. Stell dir Denis Kholopov vor, wie er sie genau gleich tief in das Silber schlägt — wie alle Stücke, die er zuvor gesehen hat. Stell dir Sergey Prokshin vor, der vor Jahrzehnten dasselbe Stück poliert hätte. Stell dir Aljona Yatsenko vor, die später das Foto davon macht.

Hinter einem Stück SevChern steht keine Marke. Hinter einem Stück SevChern stehen Menschen. Und sie bleiben.

Im nächsten Sekret

Selbst die besten Hände machen manchmal Fehler. Wer sorgt dafür, dass kein fehlerhaftes Stück das Werk verlässt? Im letzten Sekret unserer Serie geht es um die OTK — die Abteilung für technische Kontrolle. Sieben Augenpaare, jedes mit jahrzehntelanger Werkserfahrung. Sekret Nr. 10 — die OTK.


Diese Beitrags-Serie zeigt in 8 Folgen, wie ein SevChern-Stück entsteht. Quellen: offizielle Dokumentation der ZAO Severnaya Chern (Weliki Ustjug, Wologda) sowie Werks-Videos. Texte bei premiumgeschenk.de | SilberKosmos.